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Malu Dreyer überreicht ersten rheinland-pfälzischen Preis für Pflege in der Psychiatrie

Auf der 2. Pflegefachtagung des Landesverbandes der Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie (BFLK) hat Ministerin Malu Dreyer den ersten rheinland-pfälzischen Pflegepreis in der Psychiatrie an die Rheinhessen-Fachklinik Alzey verliehen.

Der Preis prämiert Projekte, die zu einer Verbesserung in der Versorgung von Patientinnen und Patienten in der Psychiatrie führen. Ausgelobt wurde er vom Landesverband der BFLK.

Ausgezeichnet wurde die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Rheinhessen-Fachklinik für ihr Projekt „Erlebnispädagogisches Pilgern mit Jugendlichen im multiprofessionellen Team".

Vom 6.bis zum 8. Mai 2009 pilgerten 10 Jugendliche der psychotherapeutisch orientierten Station "Petersberg 1" gemeinsam mit dem gesamten Behandlungsteam und mitgeführten Tieren durch den Pfälzer Wald.

Das Projekt "Erlebnispädagogisches Pilgern im multiprofessionellen Team" ermöglichte es allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Erfahrungen über den Stationsalltag hinaus zu machen. Soziale Kompetenz, verantwortliches Handeln z.B. für die mitgeführten Tiere sowie das Kennenlernen von Grenzen und persönlichen Stärken wurden dabei im besonderen Maße gestärkt.

Darüber hinaus unterstützen die Jugendlichen durch die eingelaufenen Spendengelder ein Jugend-Hilfsprojekt für das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda, mit dem sie sich in den Wochen vor der Pilgertour intensiv auseinander gesetzt hatten.

Ministerin Dreyer hob hervor, dass der Preis den Blick über die Pflege im Krankenhaus hinaus richte. „Genau solch ein weites, sektorenübergreifendes Denken und Handeln benötigen wir. So kann nicht selten durch häusliche psychiatrische Pflege eine Krankenhauseinweisung vermieden werden“, so die Ministerin. Auch die Alltagstauglichkeit der eingereichten Projekte als ein Auswahlkriterium sei besonders wichtig.

Über die Prämierung, Bekanntmachung und Verbreitung guter Praxisbeispiele hinaus habe der Pflegepreis eine weitere Bedeutung: „Er verstärkt die Aufmerksamkeit und richtet den Fokus auf die Pflege in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung. Aus meiner Sicht ist es dringend notwendig, dass  die Pflegeberufe und die Pflegenden selbst mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren“, erklärte die Ministerin. Dazu trage der Pflegepreis bei.

Wie eine Gesellschaft die Pflege organisiere, sage viel über ihre Einstellung zu Alter und Krankheit, über ihre Fähigkeit zur Solidarität und über das Verhältnis der Generationen zueinander aus. Der Staat könne zwar die Achtung vor dem Alter, Generationensolidarität oder Mitmenschlichkeit nicht verordnen, aber er könne Rah-menbedingungen schaffen, die dazu ermutigen. Das sei ihr in ihrer Initiative „Menschen pflegen“ ein sehr wichtiges Anliegen. So konnten besonders durch das Zusammenwirken mit unterschiedlichen Partnern der Pflege vielfältige landesweite Initiativen und Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege und zur Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen gebündelt werden.

„Ich freue mich, dass zu den Partnern meiner Initiative auch Mitglieder des Landesverbandes Rheinland-Pfalz der Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie zählen“, so Dreyer. Sie seien sowohl in der Arbeitsgruppe „Stärkung der Pflege im  Krankenhaus“ als auch in der „Landespflegekonferenz Rheinland-Pfalz“ vertreten und mit ihrem fachlichen Blick aus dem Bereich der Psychiatrie eine geschätzte Bereicherung der Initiative „Menschen pflegen“.

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