Entlastung pflegender Angehöriger

Wenn durch eine Diagnose der Verdacht einer Alzheimer-Demenz bestätigt wurde, sollte eine Familie und der Bekanntenkreis über die Konsequenzen sprechen. Oftmals sind erkrankte Menschen ängstlich und trauen sich nichts mehr zu oder Betroffene und Angehörige schämen sich für die geistigen Leistungseinbußen und fürchten sich vor Zurückweisung, Spott und Unverständnis der Umgebung.

Ein derart defensives Verhalten beschleunigt den Krankheitsverlauf, weil vorhandene geistige Reserven der Betroffenen nicht aktiviert werden. Es kommt schnell zu Überforderungen der Pflegepersonen.
Über die Hälfte der pflegenden Angehörigen erleiden hierdurch behandlungsbedürftige Depressionen.
Lassen Sie es nicht so weit kommen!

Nehmen Sie frühzeitig professionelle Beratung und Hilfe in Anspruch, um die häusliche Betreuung und Pflege zugunsten der pflegebedürftigen Menschen dauerhaft gewährleisten zu können und selbst bei Kräften zu bleiben.

Eine Selbsthilfegruppe kann für Angehörige von Personen mit demenziellen Erkrankungen eine große Hilfe sein. Meist ist es möglich, die erkrankten Angehörigen mitzubringen, wenn sie mobil genug sind.
Die Selbsthilfegruppen helfen, Isolation zu überwinden. Sie dienen als Brücke zur Lebenswelt, von der man sich immer mehr ausgegrenzt fühlt. Wer eine Selbsthilfegruppe aufsucht, erfährt, wie andere mit vergleichbarer Belastung zurechtkommen. Auf viele Fragen finden Sie eine Antwort, manche Probleme erscheinen vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer in einem neuen Licht.
Und vor allem: Es baut auf, Gemeinschaft und Rückhalt zu erfahren.

Gemeinsam mit den rheinland-pfälzischen Pflegekassen, der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. und Partnern der Initiative „Menschen pflegen“ hat das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie eine Schulungsinitiative für Angehörige von Menschen mit demenziellen Erkrankungen gestartet, die Hilfen und Unterstützung für den Alltag zu Hause vermittelt.
Die Kosten für die Schulung werden von den Pflegekassen übernommen. Bei Bedarf wird auch die Betreuung von kranken Angehörigen sichergestellt.

Wo sich Selbsthilfegruppen und Schulungsangebote in Ihrer Nähe befinden, erfahren Sie bei der
Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.,  Mundenheimer Straße 239, 67061 Ludwigshafen,  T 06 21 / 56 98 60,  alzheimer-rhpf@gmx.de, sowie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Neben den vielfältigen Diensten und Angeboten für pflegebedürftige Menschen stehen für die Erkrankung an Alzheimer-Demenz besondere Anlaufstellen bereit.
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