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Organspende geht uns alle an!

„Viele Menschen warten auf eine lebensrettende Organspende. Deshalb müssen wir alle unsere Anstrengungen verstärken, um die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen“, stellt Gesundheitsministerin Malu Dreyer im rheinland-pfälzischen Landtag fest. Für sie ist die Förderung der Organspende eine Gemeinschaftsaufgabe der Krankenhäuser, Transplantationszentren, Ärztekammern, Deutschen Stiftung Organspende (DSO), Krankenkassen und der Politik.

Die Organspende sei auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle angeht, erklärt Malu Dreyer. Sie begrüßt in diesem Zusammenhang den gemeinsamen Antrag der Fraktionen zum Thema Organspende. 

Für die Landesregierung sind die Krankenhäuser wichtige Partner bei der Förderung der Organspende. Von ihnen hängt es ab, ob Transplantationen in der Praxis realisiert werden. Dabei verweisen viele Krankenhäuser auf zunehmenden ökonomischen Druck und auf organisatorische Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Organspenden. In den vergangenen Jahren seien zwar die Vergütungen für die Krankenhäuser, die Organe entnehmen, angehoben worden. Nun müsse nochmals geprüft und mit den Krankenhäusern erörtert werden, ob das ausreiche. 

Die Ministerin weist darauf hin, dass das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen einer Selbstverpflichtung aller Partnerinnen und Partner eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen habe, um die Bereitschaft zu Organspende zu erhöhen. Damit konnten den Krankenhäusern wichtige Anregungen für den Aufbau und die Änderung von Strukturen gegeben werden. Diesen Weg werde das Land weiter fortsetzen, so beispielsweise auch mit der Neufassung des Landeskrankenhausgesetzes, die die Krankenhäuser noch stärker in die Pflicht nehmen soll, so die Ministerin.

Eine weitere wichtige Säule zur Förderung der Organspende ist die verbesserte Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit. Nur wer sich jenseits einer Extremsituation mit dem Thema Organspende beschäftigt hat, kann, wenn er selbst auf eine mögliche Organspende von einem nahen Angehörigen angesprochen wird, leichter einer Organspende zustimmen.Gute Aufklärungsarbeit kann daher zur Erhöhung der Organspendezahlen beitragen. Die Ministerin begrüßt die Idee im gemeinsamen Antrag, das Thema Organspende auch im Rahmen der Erste-Hilfe-Ausbildung anzusprechen. Gleichzeitig weist die Ministerin darauf hin, dass die Landezentrale für Gesundheitsförderung mit einer Kampagne in den Schulen dazu beiträgt, dass das Thema sehr früh an die Menschen herangetragen wird.

Darüber hinaus spricht sich Malu Dreyer bereits seit langem dafür aus, dass der Organspendeausweis zum Bestandteil der elektronischen Gesundheitskarte gemacht wird. Die Ministerin hat in einem Gespräch mit dem Bundesgesundheitsminister vor kurzem vorgeschlagen, diese Anwendung im Rahmen des Modellprojektes in Trier zu erproben.

Weitere Informationen: Internet www.initiative-organspende-rlp.de


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