Rentenversicherung

Wenn Sie beabsichtigen, Ihre berufliche Tätigkeit zu reduzieren, ganz aufzugeben oder im Falle einer Arbeitslosigkeit keine Stelle annehmen möchten, um einen nahestehenden Menschen zu pflegen, hat dies Auswirkungen auf Ihre Rentenansprüche. 

  • Die Pflegeversicherung übernimmt Rentenbeiträge, wenn Sie
  • nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig sind und
  • eine pflegebedürftige Person mit mindestens Pflegegrad 2
  • mindestens 10 Stunden pro Woche
  • regelmäßig verteilt auf mindestens zwei Tage
  • nicht erwerbsmäßig pflegen. 

Die Höhe der Rentenbeiträge richtet sich nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit und dem Bezug von Pflegegeld, Kombinationsleistung oder Pflegesachleistung (zwischen 18,9 und 100 Prozent der Bezugsgröße nach § 18 SGB IV). Besondere Regelungen gibt es, wenn Sie sich mit mehreren Personen die Pflege teilen oder mehrere pflegebedürftige Menschen versorgen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Pflegestützpunkt oder den Auskunfts- und Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung. 

Es empfiehlt sich, sehr genau zu überlegen, ob Sie Ihre berufliche Tätigkeit ganz aufgeben, um Zeit für die Pflege eines Angehörigen zu haben. Neben den finanziellen Auswirkungen ist auch zu bedenken, dass Berufstätigkeit eine willkommene Abwechslung sein kann. Pflegende Angehörige berichten, dass es ihnen guttut, arbeiten zu gehen, da dies für sie oft ein Ausgleich ist und soziale Kontakte ermöglicht.