Angebote zur Unterstützung im Alltag

Angebote zur Unterstützung im Alltag tragen dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen möglichst lange zu Hause bleiben, soziale Kontakte aufrechterhalten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbständig bewältigen können. Darüber hinaus sollen diese Angebote pflegende Angehörige entlasten. 

Angebote zur Unterstützung im Alltag haben einen niedrigschwelligen Zugang. Sie ergänzen die professionellen Angebote der Pflegedienste und werden von Dienstleistungsunternehmen oder von Einzelpersonen erbracht. 

Angebote zur Unterstützung im Alltag sind

  1. Betreuungsangebote, in denen unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit allgemeinem oder mit besonderem Betreuungsbedarf – beispielsweise mit Demenz – in Gruppen oder im häuslichen Bereich erfolgt, 
  2. Angebote zur Entlastung von Pflegenden, die der gezielten Entlastung und beratenden Unterstützung von pflegenden Angehörigen und vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen dienen, beispielsweise Angebote zur Pflegebegleitung, 
  3. Angebote zur Entlastung im Alltag, die dazu dienen, die Pflegebedürftigen bei der Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags oder im Haushalt sowie bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfeleistungen zu unterstützen, beispielsweise Serviceangebote im Haushalt, Unterstützung beim Einkauf oder der Begleitung zum Friedhof, zum Gottesdienst oder zu anderen Freizeitaktivitäten. 

Erstattung der Kosten

Pflegebedürftige in der häuslichen Pflege ab Pflegegrad 1 können den sogenannten Erstattungsbetrag von 125 Euro monatlich für die Kosten der Inanspruchnahme der Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Umsetzung im Alltag einsetzen. 

Pflegebedürftige mit mindestens Pflegegrad 2 können darüber hinaus eine Kostenerstattung zum Ersatz von Aufwendungen für Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag unter Anrechnung auf ihren Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI erhalten, soweit für den entsprechenden Leistungsbetrag nach § 36 in dem jeweiligen Kalendermonat keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden. Der hierfür verwendete Betrag darf je Kalendermonat 40 Prozent des nach § 36 für den jeweiligen Pflegegrad vorgesehenen Höchstleistungsbetrags nicht überschreiten (vgl. auch Kapitel III). 

Betroffene oder Angehörige sollten sich bei ihren Pflegestützpunkten auch über Gruppen ehrenamtlich engagierter Personen informieren, die Unterstützung anbieten. Diese so genannten „Initiativen des Ehrenamtes“ helfen beispielsweise beim täglichen Einkauf oder begleiten beim Spaziergang. Sie engagieren sich außerhalb von Zulassungs- oder Anerkennungsverfahren und ergänzen somit Dienstleistungsunternehmen oder die professionellen Pflegedienste. 

Mehr Informationen

Informationen über alle genannten Unterstützungsangebote im Alltag erhalten Sie bei den Pflegestützpunkten oder Ihrer Pflegekasse.

Informationen zu den Pflegestützpunkten finden Sie auf unserer Seite unter Einrichtungen.

Auskünfte zur Gründung von Initiativen des Ehrenamtes und zur Förderung erteilt die "Servicestelle für Angebote zur Unterstützung im Alltag und Initiativen des Ehrenamtes in der Pflege Rheinland-Pfalz" bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.

Servicestelle für Angebote zur Unterstützung im Alltag und Initiativen des Ehrenamtes in der Pflege Rheinland-Pfalz
Hölderlinstraße 8
55131 Mainz